BERGISCHE SEKUNDANZ
Die GmbH als Immobilienträgergesellschaft
Teil II einer Beitragsreihe zu den steuerlichen Rahmenbedingungen vermögensverwaltender GmbHs. Nach der auf Wertpapierverwaltung ausgerichteten Depot-GmbH wird die Grundbesitz-GmbH als Instrument des Immobilienengagements vorgestellt.
Jede auf Vermögensverwaltung ausgelegte GmbH profitiert bereits von dem relativ günstigen Körperschaftsteuersatz, den Möglichkeiten des Thesaurierungseinbehalts oder der Verlagerung der Ausschüttungen in Zeiten mit niedrigerer Steuerprogression der Anteilseigner.
Während bei der Wertpapieranlage insbesondere das Schachtelprivileg des § 8b KStG als zusätzlicher Anreiz im Blickpunkt steht, tritt im Falle der Grundbesitz-Gesellschaft die erweiterte Gewerbesteuerkürzung des § 9 Satz 1 Nr. 1 GewStG in den Vordergrund – eine für den Steuerpflichtigen interessante, zugleich aber nicht ungefährliche Regelung, wie der Beitrag zeigt.

Ulrich Lichtinghagen
Geschäftsführender Partner
Rechtsanwalt · Dipl.-Volkswirt · Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht · Fachanwalt für Steuerrecht